Servicestelle Teilzeit-Ausbildung:

Chancen nicht dem Zufall überlassen!

Alle Menschen sollen die Chance bekommen, eine betriebliche Ausbildung zu absolvieren. Ein für sie passender Einstieg in Beruf und Karriere ermöglicht ihnen eine eigene Existenzsicherung. Für manche ist der Weg zum Berufsabschluss nur in Teilzeit möglich.

Mit dem Angebot einer Berufsausbildung in Teilzeit können Erziehende, Familiensorgende, Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte, mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen, aber auch Menschen im Leistungssport einen Berufsabschluss erlangen. Darüber hinaus tragen Teilzeitangebote zur Fachkräftesicherung bei.

Bislang wurde die Teilzeitausbildung trotz begleitender Maßnahmen nur in geringem Maße in Anspruch genommen – zu wenig Ausbildungsinteressierte und zu wenig Unternehmen beziehungsweise Betriebe kennen diese Option. Die Servicestelle Teilzeit-Ausbildung Hessen möchte gemeinsam mit ihren Partner*innen die Möglichkeit der Teilzeitausbildung bekannter machen, Hürden abbauen und sowohl Betriebe und Unternehmen als auch Ausbildungsinteressierte unterstützen und beraten.

Die Servicestelle Teilzeit-Ausbildung ist angesiedelt beim Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V..An insgesamt sechs Regionalstellen, die sich über die hessischen Gebietskörperschaften erstrecken, stehen Berater*innen zur Verfügung, die Unternehmen, Ausbildungsinteressierte und Berufsschulen rund um die Teilzeitoption informieren.

Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds als Teil der Reaktion der Union auf die COVID-Pandemie finanziert. Verantwortet wird die hessische Initiative REACT-EU durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration. Ziel ist es, zu einer stabileren und nachhaltigeren Erholung des Arbeitsmarktes beizutragen.

Ziele

  • Erhebung von regionalen Bedarfen
  • Motivierung von Betrieben, weitere Angebote für Teilzeitausbildung zu schaffen
  • Erhöhung der Akzeptanz von Teilzeitausbildung bei allen beteiligten Akteur*innen
  • Stärkung der Vernetzung der vorrangig regional angesiedelten Akteur*innen
  • Ausweitung der Teilzeitausbildung auf schulische Ausbildungen
  • Kooperationsangebot an Berufsschulen

Den Aufgaben und Aktivitäten widmet sich die Servicestelle Teilzeit-Ausbildung gemeinsam mit ihren Partner*innen – insbesondere mit den Mitgliedern des hessenweiten Netzwerks „Berufsabschluss in Teilzeit – TAff in Hessen“ (TAff steht für „Teilzeit-Ausbildung finden und fördern”) und dem aus diesem hervorgegangenen Begleitgremium pflegt die Servicestelle einen engen Austausch.

Aufgaben

Berufsabschluss in Teilzeit

TAff in Hessen

Um die Ausbildung in Teilzeit bekannter zu machen, hat das Land Hessen das Netzwerk „Berufsabschluss in Teilzeit – TAff in Hessen“ (Teilzeit-Ausbildung finden und fördern) gegründet. Das Netzwerk will informieren und die Akteur*innen unterstützen, verstärkt Teilzeitausbildungen anzubieten.

Am Netzwerk und am Begleitgremium sind beteiligt:

  • die Kommunalen Spitzenverbände (Hessischer Landkreistag, Hessischer Städtetag)
  • die Arbeitsgemeinschaften der Industrie- und Handelskammern (IHK) und Handwerkskammern (HWK), die Landesärztekammer
  • die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit
  • die Ansprechpersonen von Jobcentern und Agenturen für Arbeit, darunter die Beauftragten für Chancengleichheit und die Arbeitgeberservices (AGS) sowie
  • Bildungsträger, die Teilzeitausbildung begleiten

Partner*innen

Das hessenweite Projekt wird koordiniert vom Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e. V. (BWHW) in Darmstadt, das mit der Forschungsstelle des BWHW, Bad Nauheim sowie mit dem Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik GmbH, Offenbach zusammenarbeitet.

Die Steuerung des Projektes erfolgt durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration. Es entscheidet über die strategische Ausrichtung des Projektes und nimmt die Berichte des Bildungswerks zum aktuellen Umsetzungsstand entgegen.

Die regionale Umsetzung erfolgt durch Berater*innen in sechs Regionalstellen (siehe Ansprechpersonen).

Ansprechpersonen

Bei einer Ausbildung in Teilzeit gibt es keinen Weg, der für alle gleich ist. Jede Teilzeitausbildung wird zwischen Unternehmen / Betrieb und Auszubildenden individuell vereinbart. Daher ist eine gute Beratung sehr wichtig. 

Eine erste Orientierungshilfe bietet unsere Hotline unter:

Darüber hinaus gibt es für jede Region weitere Ansprechpartner*innen:

  • Projektleitung
  • Region Südhessen
  • Region Rhein-Main-Ost
  • Region Rhein-Main-West
  • Region Mittelhessen
  • Projektkoordination
  • Region Osthessen
  • Region Nordhessen
  • Ansprechperson für Berufsschulen
  • Forschungsstelle BWHW

Berufsschulen

Die Umsetzung des berufsschulischen Teils der Berufsausbildung in Teilzeit bleibt vom Berufsbildungsgesetz (BBiG) unberührt, da die Ausgestaltung den Kultusministerien der Länder obliegt.

Vor diesem Hintergrund identifiziert die Servicestelle gemeinsam mit INBAS (Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik GmbH) Faktoren zur Förderung der Teilzeitoption an Berufsschulen. In einem Arbeitspaket Kooperationsangebot für Berufsschulen wird zunächst eine Bedarfsanalyse durchgeführt, darauf aufbauend werden fachspezifische Informationen und Gelingensfaktoren erarbeitet.

Die Ausgestaltung des Arbeitspaketes wird zwischen dem Hessischen Kultusministerium und dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration abgestimmt.

Weitere Informationen folgen in Kürze.